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Tierpsychologie


 

Tierpsychologie... super modern?

Während der letzten ca. 100 Jahre hat sich die Begrifflichkeit „Tierpsychologie“ sehr geändert. Wie die Historie dieser Disziplin zeigt, existierten immer wieder Berührungspunkte zwischen der "Menschen-Psychologie“ und der "Tierpsychologie“. Ende der 30er des letzten Jahrhunderts, beispielsweise, in dem Bereich der Entwicklungsbiologie. 
Einige "Human-Psychologen“ empfinden den Begriff des "Tierpsychologen“ trügerisch. Die Psychologie wie sie an den Universitäten gelehrt wird ist die Wissenschaft vom Erleben, Verhalten und Bewusstsein des Menschen. Bei den Tieren lässt sich lediglich das Verhalten beobachten. Aus diesem Grund wurde / wird die Bezeichnung Ethologie (Wissenschaft vom Verhalten der Tiere; Verhaltensforschung) häufig bevorzugt.
Aktuell hat die Bezeichnung
Tierpsychologie ihre Renaissance mit vielen positiven wie negativen Aspekten. Dieser oftmals verspottete und unterschätzte Berufszweig wird allmählich ernst genommen. Für viele Tierhalter und dessen Tiere bedeutet dies eine große Chance. In vielen Fällen müssen Tiere nicht mehr abgegeben oder gar euthanasiert werden. Die Kehrseite der Medaille ist leider die fehlende staatliche Regelung bezüglich der Berufsbezeichnung respektive der Ausbildung und der Tätigkeit der Tierpsychologen.
Bei der Suche nach einem fachkundig ausgebildeten Tierpsychologen kann Ihnen der Verband der
Tierpsychologen und Tierverhaltenstherapeuten (VDTT) behilflich sein. Der Verband nimmt nur Therapeuten auf, die über eine von ihm anerkannte Ausbildung bei einem seriösen Bildungsträger verfügen.

Hundepsychologie... muss der Hund auf die Couch?

Auch wenn ähnlich klingende TV-Serien und Bücher die Vermutung nahe legen lassen, muss der Hund nicht auf die Couch. Manchmal scheint es sogar ratsam, dass der Hund von der Couch runter muss.

Eine tierverhaltentherapeutische Behandlung hat in der Regel nur geringe Parallelen zu den Angeboten, die in einer sehr guten Hundeschulen präsentiert werden. Sinnvoll ist der fortwährende Besuch einer unter professioneller Leitung stehenden Hundeschule generell. Meist werden dort die Hunde in Gruppen ausgebildet um sie eventuell auf diverse Prüfungen z.B. Begleithundeprüfung (BH) vorzubereiten. Vorteilhaft hierbei ist das Zusammenkommen von verschiedenen Hunderassen. So erhalten die Vierbeiner Kontaktmöglichkeiten zu ihren Artgenossen.
Bei der
Recherche nach einer Hundeschule mit professionellen Hundeausbildern in Ihrer Nähe ist Ihnen der Berufsverband der Hunderzieher und Verhaltensberater (BHV) jeder Zeit behilflich.
Sehr häufig ist die Ausbildung in diversen Hundeschulen oder in Hundevereinen für bestimmte Verhaltensschwierigkeiten des Mensch-Hunde-Teams nicht ausreichend. Dies habe ich selbst unteranderem während meiner langjährigen Erfahrungen als Hundehalterin erlebt und durch die zahlreichen Gespräche mit Hundhaltern bestätigt bekommen.

In der modernen Tierpsychologie werden diverse Wissenschaften miteinander verbunden. Die oben schon erwähnte Ethologie (Wissenschaft vom Verhalten der Tiere) bildet quasi die Plattform, die mit der Verhaltensbiologie/-physiologie verbunden wird. Eine fachgemäße Verhaltensdiagnostik setzt voraus, dass ein professioneller Tierpsychologe das "Normalverhalten" einer bestimmten Art kennt, um dieses von Verhaltensabweichungen differenzieren zu können.
In der faktischen verhaltenstherapeutischen Arbeit greift man nun, wie auch partiell in der Humanpsychologie, auf wissenschaftliche lerntheoretische Konzepte zurück.

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